Feuerwehr
Marburg - Bauerbach

Ihre Freiwillige Feuerwehr Marburg-Bauerbach

Gott zur Ehr´, dem Nächsten zur Wehr! 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr im Einsatz, für die Sicherheit in und um Bauerbach!

 

Am Freitag den 30.08.2013, am Samstag den 31.08.2013, am Freitag den 06.09.2013 und am Samstag den 07.09.2013 fand ein Seminar über die Technische Hilfeleistung bei einem Verkehrsunfall statt, an dem auch die Freiwillige Feuerwehr Marburg-Bauerbach teilgenommen hat.

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Inhalt des Seminars waren sowohl theoretische als auch praktische Unterrichtseinheiten zum Retten von verletzten und eingeklemmten Personen nach einem Verkehrsunfall. Bei den praktischen Einheiten hieß es den richtigen Umgang mit dem Hydraulischen Rettungssatz (Rettungsschere und Rettungsspreizer) zu lernen. Diese Geräte haben ein Gewicht von 20 - 25 kg bei der Rettungsschere, bis 30 - 40 kg bei den Rettungsspreizern. Somit sind diese alleine kaum zu bedienen. Bei Verkehrsunfällen werden diese beiden Geräte dazu genutzt, um eingeklemmte Personen aus ihren Fahrzeugwracks zu befreien um eine adäquate medizinische Versorgung im Krankenhaus möglich zu machen.

Doch einfach mal drauf los schneiden funktuiniert nicht. Gerade bei moderneren Fahrzeugen gibt es viele Faktoren zu beachten:

  • In welcher Lage befindet sich das Fahrzeug (auf allen 4 Rädern, auf der Seite, auf dem Dach)?
  • Brennt das Fahrzeug?
  • Wie viele Personen sind im Fahrzeug, sind diese verletzt, eingeklemmt?
  • Wo schaffe ich einen Erstzugang um den Patienten zu erreichen?
  • Muss der Patient sofort, schnell oder schohnend gerettet werden? (In Absprache mit dem Rettungsdienst)
  • Wo sind überall Airbags, die noch auslösen und damit Helfer verletzten können?
  • Wo findet man die Batterie(n)?
  • Wo ist gehärtetes Material verbaut, was mit dem Hydraulischen Rettungssatzt nicht geschnitten werden kann?
  • Ist das Fahrzeug konventionell mit Benzin oder Diesel angetrieben, mit einen Elektro-Motor, als Hybrid oder reinelektrisch, oder hat es einen Motor der mit Gas läuft?
  • Ist es im Falle von Gas flüssiges Autogas oder unter hohem Druck stehendes Erdgas?
  • Wo ist der Gastank?
  • Hat der Gastank ein Leck?

Für die fahrzeugspezifischen Punkte gibt es von den Herstellern Lagekarten (sog. Rettungskarten), auf denen die Lage der Batterie(n), Airbags und verstärkten Karosserieteile eingezeichnet sind.

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Mercedes-Benz bietet sogar QR-Code-Aufkleber an, die man in seinen jeweiligen Mercedes anbringen kann, sodass die Feuerwehr schnell und einfach mit einem Smartphone die wichtigen Informationen zur Hand hat.

 

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